Der gebürtige Kongolese reiste spontan zu seiner in Düren lebenden Familie. Zum einen, um den schweren Anschuldigungen zu entfliehen, die auch gestern wieder wegen seines Fouls am Bochumer Matias Concha auf ihn einprasselten. Der Bochumer hatte sich im Spiel seines VfL in der Alten Försterei (0:1) bei der Aktion Schien- und Wadenbein gebrochen. Doch Younga soll nicht wegen der Kritik an ihm selbst abgereist sein. Vielmehr sollen seine Kinder in der Schule in Düren ob der dramatischen Szene beschimpft und auf das Verhalten ihres Vaters angesprochen worden sein.
Dabei hatte Younga-Mouhani, der sich sofort nach Abpfiff bei Concha entschuldigt hatte, wieder und wieder beteuert, nicht absichtlich gehandelt zu haben. Bereits am Dienstag hatte er einen Anlauf unternommen, den verletzten Bochumer im Unfallkrankenhaus Marzahn, wo er noch bis mindestens Freitag liegen wird, zu besuchen. Einzig: Concha war nach der Operation noch nicht wieder vollständig ansprechbar. Nach diesem gescheiterten Versuch brach Younga dann nach Düren auf. Beide Vereine erklärten gestern, dass ein Treffen der beiden damit aber nicht unmöglich geworden sei. Younga-Mouhani wird zum heutigen Training zurückerwartet, und ebenfalls heute will Concha bekannt geben, ob er sich einen Besuch am Krankenbett vorstellen kann. Überhaupt waren beide Seiten gestern bemüht, die Wogen zu glätten. Zwar wurde der Bochumer Stürmer Mahir Saglik in der "Bild" deutlich zitiert: "Das ist ein Verbrecher! Man sollte Strafanzeige gegen ihn erstatten." Sein Verein beteuerte jedoch auf Nachfrage, der Spieler habe sich nicht derart geäußert, und dass der VfL kein Interesse daran habe, weiteres Öl ins Feuer zu gießen.
mkl

