Saisonvorbereitung

Hertha reist ohne Aerts und Dardai ins Trainingslager

Das Unternehmen mit dem Apfel als Markenzeichen hat in Christian Lell einen guten Abnehmer gefunden. Während die Kollegen von Hertha BSC sich hier und da in der Abflughalle des Flughafens in Tegel in kleinen Grüppchen niedergelassen hatten und plauderten, saß der blonde Verteidiger für sich alleine.

Ein iPhone und später auch ein iPad sorgten für Beschäftigung. Auch an Bord der Maschine, die insgesamt 24 Profis nach Salzburg flog, dachten die wenigsten wohl an das, was von heute an und bis Sonntag vor ihnen liegt: harte Arbeit.

Im zweiten Trainingslager will Hertha sich in Feldkirchen an der Donau den Feinschliff aneignen. "Der Hauptteil der Arbeit im konditionellen Bereich ist erledigt. Jetzt geht es mehr um fußballerische und spieltaktische Dinge", sagte Manager Michael Preetz. Nicht mitgereist ist neben Patrick Ebert (Kreuzbandriss) auch Pal Dardai. Der 34-Jährige blieb in Berlin, wo er mit dem als Fitnesstrainer der Profi-Mannschaft entmachteten Carsten Schünemann individuell am Aufbau seiner lädierten Muskulatur arbeitet. Auch Torwart Maikel Aerts, den eine Rippenprellung zur Pause zwingt, wird frühestens morgen erwartet.

Um trotzdem einen geregelten Übungsbetrieb zu gewährleisten, durfte Richard Strebinger als dritter Torhüter mit. Der junge Österreicher flog damit ebenso in die Heimat wie der austro-serbische Stürmer Marko Djuricin. Beide entstammen dem Hertha-Nachwuchs, aber während Strebinger kaum mehr ist als ein Platzhalter für Aerts, soll Djuricin "in den nächsten Tagen mal bei Markus Babbel vorspielen", sagte Preetz. Der wegen seiner Teilnahme an der U19-EM erst verspätet ins Training eingestiegene Stürmer darf nun in Babbels Talent-Casting auf sich aufmerksam machen. Besagter Trainer war indessen gar nicht mit an Bord der Maschine: Nach zwei freien Tagen reiste er aus Stuttgart ins Trainingsquartier.