"Becks soll Englands Boss werden", titelte das Boulevardblatt "The Sun".

Unterstützung erhielt Beckham, der bereits bei der 1:4-Pleite gegen Deutschland am Sonntag wie ein Trainer an der Seitenlinie auf und ab rannte, sogar von Diego Maradona. "Wenn ich mit den Spielern in der Kabine spreche, dann schauen sie auf mich und glauben mir. Ich spreche ihre Sprache", sagte Maradona und ergänzte: "In England hört jeder junge Spieler auf Beckham. Das kann der Mannschaft helfen."

Beim Weltmeister von 1966 hält Capello derzeit aber noch mit aller Macht an seinem laufenden Vertrag fest. Ein Rücktritt kommt für den Italiener nicht in Frage. Vor der Abreise der Engländer am Montagabend hatte der Vorsitzende des für die arg gebeutelten Three Lions zuständigen "Club England Board", Sir David Richards, Capello aber klar gemacht, dass erst in zwei Wochen über den noch bis 2012 laufenden Vertrag entschieden werde. Offenbar sucht der englische Verband FA derzeit noch nach dem nötigen Geld, um die Abfindung für den 64-Jährigen aufzutreiben. Eine Trennung von Capello würde für die FA ein teurer Spaß werden, der Verband müsste dem Italiener eine hohe Abfindung zahlen. Capello verdient umgerechnet 7,3 Millionen Euro im Jahr, die bei einer Entlassung zu zahlende Abfindung beträgt 13,8 Millionen Euro. Vor allem deshalb ist für Teammanager Capello trotz des Drucks der Öffentlichkeit ein freiwilliger Abgang überhaupt kein Thema: "Ich werde nicht zurücktreten. Ganz bestimmt nicht. Ich habe gesagt, ich möchte auf jeden Fall weiter Teammanager von England bleiben."

Während Capello noch Werbung in eigener Sache betrieb, war es natürlich wieder Beckham, der die Mannschaft am Dienstagmorgen um 6.20 Uhr bei der Landung in London-Heathrow aus dem Flieger führte.

sid