Die einen machen Freude beim Kommen, die anderen beim Gehen. Und dann gibt es noch die, die sich für das Bleiben entschlossen haben. Mit Holger Wehlage, der von Werder Bremen nach Köpenick wechselt, Cristian Fiel, der den Fußball - Zweitligisten in Richtung Bochum verlässt und Kostadin Widolow, der weiter für die Köpenicker kicken wird, hat der 1. FC Union gleich alles auf einmal. Doch ist deswegen plötzlich alles Friede, Freude, Eierkuchen rund um die Alte Försterei? Mitnichten. Doch das Votum des Großteils der rot-weißen Belegschaft zugunsten der Fünf-Prozent-Hürde - die kein Spieler gern genommen hat - lässt die vage Hoffnung zu, dass so kurz vor Weihnachten doch noch beschauliche Ruhe in die Wuhlheide einkehren kann. Daran wird auch der kleine Spieler-Kreis, der sich zum wiederholten Mal eine Verlängerung der Bedenkzeit erbeten hat, nichts ändern können. In der jetzigen Situation, nach wochenlangem Hin und Her, ist kein klares «Ja» zum Gehaltsverzicht ein umso deutlicheres «Nein». Und von professionellem Umgang, den man vom Präsidium lautstark eingefordert hatte, ist bei den fünf «Nachzüglern», deren für gestern angekündigtes Votum erneut ausblieb, auch nicht viel zu spüren. Spätestens zum Beginn der Rückrunde am 26. Januar 2003 sind die, die nicht wollten, schon Schnee von gestern. Und für die, die wollen, geht es um das Bleiben in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Denn für die Fans zählt nur der 1. FC Union. Und den Anhängern ist es dann völlig egal, wer inzwischen gekommen oder gegangen ist.