Fußball-Oberliga: Torjäger Biran ist von sich selbst überrascht

Bei den Reinickendorfer Füchsen hat Shergo Biran seine bislang erfolgreichste Zeit als Fußballer verbracht. Mit der A-Jugend der Grün-Weißen wurde der 23-jährige Stürmer 1997 Torschützenkönig der Regionalliga Nordost, Nordostdeutscher Meister und Berliner Pokalsieger. Insgesamt vier Jahre lang (zwei davon im Männer-Bereich) spielte der gebürtige Berliner am Freiheitsweg.

Doch dort sind die Füchse heute Abend (18 Uhr) im Oberliga-Derby gegen Tennis Borussia Birans Gegner. Nach einem einjährigen Abstecher zu Lok Altmark Stendal geht der Sohn eines arabischen Kurden und einer Deutschen seit Beginn der neuen Saison wieder für die «Veilchen» aus dem Mommsenstadion auf Torejagd.

Und das auf Anhieb mit sehr großem Erfolg. In den ersten drei Partien gegen Optik Rathenow (2:2), bei Motor Eberswalde (3:1) und bei Eintracht Oranienburg (4:0) gelangen Biran jeweils zwei Treffer. Damit führt er die Torschützenliste der vierten Liga jetzt ganz allein an.

«Ein wenig überrascht bin ich davon schon», sagt der Angreifer, «obwohl ich nach meiner guten Vorbereitung auf einen erfolgreichen Einstand gehofft hatte. Ich fühle mich wohl bei TeBe und passe hier ganz gut rein».

Nur zu gern würde der Torjäger gegen seinen alten Verein und seinen früheren Trainer Christian Backs die vierte Doppelnummer hintereinander folgen lassen. Doch Biran selbst bleibt auf dem Boden und warnt vor zu großer Euphorie nach den beiden Auswärtssiegen: «Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen uns als Mannschaft aber erst noch finden.»

Eine Prognose zu seiner persönlichen Torausbeute in dieser Saison will der einstige Fußball-Steppke von Concordia Wittenau lieber nicht abgeben. Biran: «Das bringt nur Unglück.» Eine mutige Aussage wagt er dennoch: «Wenn wir einen Lauf kriegen, ist auch Platz eins machbar.» Das Duell mit den auf eigenem Platz noch ungeschlagenen Füchsen (zwei Siege, 9:1 Tore) ist für TeBe ein echter Härtetest.