Übervater der CSU war über Jahrzehnte der legendäre Franz Josef Strauß. Er wurde 1961 zum Vorsitzenden der Partei gewählt und blieb es bis zu seinem Tod am 3. Oktober 1988. Strauß entwickelte sich im Laufe seiner einzigartigen politischen Karriere zu der prägenden Identifikationsfigur der CSU. Bayern allein war Strauß stets zu eng. Nie wollte er sich auf Landespolitik beschränken. In seiner Ära gewann gesamtdeutsche und europäische Politik in der CSU erheblich an Gewicht. Folglich konnten die Christsozialen auch über die Grenzen ihres Freistaates hinaus auf Bundesebene beträchtlich an Bedeutung gewinnen.
Strauß, Jahrgang 1915, wurde 1953 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955 Minister für Atomfragen, ein Jahr später Bundesverteidigungsminister. 1962 stürzte er über die "Spiegel"-Affäre, wurde aber bereits 1966 wieder Bundesfinanzminister und blieb es bis 1969. Von 1978 bis 1988 war er Ministerpräsident von Bayern. In der Landesvertretung Bayerns in Berlin gibt es derzeit die Ausstellung "Strauß - ein deutsches Leben"

