Im Nachbarland Sachsen ist sie seit 2004 im Landtag. Bei der folgenden Wahl 2009 konnte sie sich knapp im Parlament halten. In Mecklenburg-Vorpommern gelang der NPD 2006 der Einzug. Aus beiden Ländern hatte die sachsen-anhaltische NPD im Wahlkampf umfassende personelle und finanzielle Unterstützung bekommen.

Für die Rechten ist die Niederlage eine doppelte Blamage. Denn dass eine rechtsextreme Partei bei der Wahl schlechter abschneidet als in den Umfragen, bei denen viele ihrer Wähler sich nicht zu erkennen geben wollen, ist ungewöhnlich. Es dürfte nicht zuletzt an den vielen Pannen gelegen haben, die sich die NPD im Wahlkampf geleistet hat. Anfang Februar waren der Berliner "Tageszeitung" interne Emails zugespielt worden, die entlarvenden Einblicke in den Wahlkampf der NPD gaben. Da beschwerte sich Wahlkampfleiter Holger Apfel, zugleich Fraktionschef der NPD im sächsischen Landtag, über einen Plakatentwurf: "Eine Horde 'widerwärtig' aussehender Ausländer wäre mir da doch lieber." Mitte März berichtete die ARD, NPD-Spitzenkandidat Matthias Heyder habe in einem Internetforum unter dem Pseudonym "Junker Jörg" eine Anleitung zur Herstellung von Sprengstoff veröffentlicht. Heyder bestreitet die Vorwürfe. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Vielleicht hat auch ein gemeinsamer Appell der Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP und der Linken gewirkt. Sie hatten kurz vor der Wahl gewarnt, ein Einzug der NPD könne wegen des Imageschadens auch "unvorhersehbare" wirtschaftliche Folgen haben.

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