Nach wem ist die Schulzestraße in Pankow benannt?

Helga Cropp, Berlin-Lankwitz

Die Schulzestraße von der Wilhelm-Kuhr-Straße bis zur Wollank- und Brehmestraße in Pankow trägt ihren Namen seit dem Jahr 1888. Erinnert wird damit an den am 1. November 1808 geborenen und später in Pankow ansässigen Unternehmer Wilhelm Schulze. Der besaß in einem Areal rund um die Kreuzstraße einige Grundstücke, die auf einer Kiesader lagen, wie sich bei Fundamentarbeiten herausstellte. Geschäftstüchtig wie er war, ließ der Unternehmer vor weiterer Bebauung des Geländes zunächst einmal Kiesgruben anlegen und das gefragte Baumaterial abbauen. Später, als die Restlöcher mit Abraumerde aufgefüllt waren, hatten er und seine Söhne am Kies so gut verdient, dass man in Pankow nur noch von den «Millionenschulzes» sprach. Ein Jahr nach dem Tode ihres Vaters, am 19. April 1885, legten seine Söhne auf ihrem Gelände eine Privatstraße an, die sie mit Erlaubnis der Behörden nach ihrem Vater benannten. Zwei Jahre später waren etliche Grundstücke an diese Straße bereits bebaut. M.A.