Myanmar

Hollywoodstar Michelle Yeoh landet auf schwarzer Liste

Nach ihrer Hauptrolle in einem Film über Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist Hollywoodstar Michelle Yeoh an der Einreise in das südostasiatische Land gehindert worden.

Die malaysische Schauspielerin wurde am Flughafen von Rangun abgefangen und "mit dem nächsten Flugzeug" zurückgeschickt, wie ein birmanischer Behördenvertreter sagte. Die frühere Miss Malaysia dürfe nie mehr nach Birma reisen. "Sie steht jetzt auf einer schwarzen Liste", sagte ein anderer Behördenvertreter. Die 48-jährige Yeoh wurde durch den James-Bond-Film "Der Morgen stirbt nie", den Kampfkunstfilm "Tiger and Dragon" und die Romanverfilmung "Die Geisha" international bekannt. In der Filmbiografie über Suu Kyi von Frankreichs Starregisseur Luc Besson, die Ende dieses Jahres in die Kinos kommen soll, spielt sie die Hauptrolle. Die Militärjunta in Birma hatte Suu Kyi im November nach sieben Jahren Hausarrest freigelassen. Die 66-Jährige verbrachte die meiste Zeit der letzten 20 Jahre unter Hausarrest oder in Haft. 1990 hatte ihre Partei die Wahl gewonnen, was die Junta aber nicht anerkannte.