Hamburg - Die Kessler-Zwillinge haben plötzlich Briefe von angeblichen Verwandten bekommen, nachdem sie bekannt gemacht haben, dass sie ihr Vermögen der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" vererben wollen. Die 70-jährigen Tänzerinnen und Sängerinnen sagten der "Zeit", es seien "reihenweise Bittsteller" aufgetaucht, "unter anderen vermeintliche Cousins und Cousinen, von denen wir noch nie gehört haben". Alice und Ellen Kessler wurden in Nerchau im sächsischen Kreis Grimma als eineiige Zwillinge geboren. In einem früheren Interview hatten sie erklärt, nach ihrer Kenntnis keine Verwandten mehr zu haben.
Ein Leben ohne die andere ist für beide nur schwer vorstellbar, wie sie der Hamburger Wochenzeitung sagten: "Wenn eine von uns beiden früher als die andere stirbt, wen wollten wir überhaupt am Grab sehen? Zusammengezählt gibt es nicht mal eine Handvoll Menschen, denen wir wirklich trauen." Wer so lange im Rampenlicht gestanden habe wie sie, "vermutet meist, dass jemand irgendwas im Schilde führt, wenn er Nähe sucht". AP

