Die Vorwürfe der "Volksverhetzung" und der "Beschimpfung von Bekenntnissen" seien unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit nicht haltbar. Das April-Titelblatt greift den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche auf und zeigt von hinten einen Priester, dessen Gesicht sich dem Genitalbereich des gekreuzigten Jesus zuwendet. Insgesamt waren daraufhin bei der Staatsanwaltschaft 18 Strafanzeigen eingegangen. Beim Deutschen Presserat gingen 175 Beschwerden ein. Satire lebe von Verzerrung und Übertreibung, so die Staatsanwaltschaft. "Volksverhetzung" sei deshalb nicht gegeben, da nicht eine Gruppe, sondern eine Institution kritisiert werde. "Der öffentliche Frieden wird durch die Zeichnung nicht gestört, da dieser durch den Missbrauchsskandal bereits gestört worden ist."

KNA