Religion

Kommunen kämpfen um die weltgrößte Christusstatue

Mehr als ein Dutzend Kommunen haben inzwischen Interesse an der Aufstellung einer 55 Meter hohen Christusstatue aus Beton angemeldet.

- Die meisten davon kämen aus Bayern, sagte der Organisator des Projekts, Harry Vossberg: "Es gibt einen regelrechten Ansturm, das kann man gar nicht anders sagen. Wir haben interessierte Gemeinden vom Allgäu bis Oberfranken, im Nürnberger Land, im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge." Die "Flut an Anfragen" fülle bereits einen ganzen Aktenordner. Und täglich kämen neue Orte hinzu.

Durch die Absage des Stadtrats von Wassertrüdingen in Mittelfranken kam die Angelegenheit in Schwung. Bereits nach dem ersten Nein aus Bad Reichenhall im September 2008 galt das Projekt für viele als endgültig gescheitert. Doch Vossberg und der Künstler Ludwig Angerer der Ältere, der den Bau umsetzen will, gaben nicht auf. Vossberg stellt sich das Projekt so vor: Eine Gemeinde stellt einen Berg oder Hügel zur Verfügung, damit die riesige Christusstatue - immerhin 20 Meter größer als die berühmte Jesus-Figur auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro - weithin sichtbar ist. Den Bau selbst wollen die Organisatoren finanzieren. Vossberg versichert: "Wir haben Investoren." So könnte zum Beispiel ein Pilgerhotel in der Nähe der Statue die Attraktion mitfinanzieren. Spendenzusagen gebe es bereits. Auf öffentliche Zuschüsse lege er es nicht an, sagte der Organisator.

Unter den bereits bekannten Bewerbern für das Projekt sind neben Rödental im Landkreis Coburg auch Deggendorf in Niederbayern und der Bauunternehmer Georg Pfister aus Breitengüßbach bei Bamberg. Er will die Riesenfigur in einem Freizeitland in Trunstadt errichten. Dort solle der Beton-Jesus in eine große Anlage mit Yachthafen, Wasserskianlage, Badestrand und Campingplatz integriert werden.