Gastrokenner ahnen es schon, die Räume des ehemaligen Bistros des Gourmetrestaurants "Bamberger Reiter" werden so neu bespielt. Wirt Roland Brenneis hat in Witzigmanns Palazzo in München gearbeitet und ist seit fünf Jahren in Berlin. Sein Restaurant hat ein einfaches wie einladendes Konzept: Wohnzimmeratmosphäre. Am bisherigen Interieur mit grünen Lederbänken, Spiegeln und weiß eingedeckten Tischen wurde nicht viel geändert. Geboten wird eine solide, mit guten Produkten umgesetzte österreichisch-mediterrane Küche. "Meine Gäste sollen sich wie Freunde fühlen", sagt Brenneis. Die Preise sind fair: die Hauptgerichte liegen zwischen 12,50 und 19,50 Euro. Auf der "Tafelkarte" geht's zuweilen höher hinaus, da nimmt sich der Wirt die Freiheit, tageslaunig einzukaufen und auch auf Austern nicht zu verzichten. "Passt scho"-Preise auch beim Wein. Hier legt die Karte mit etwa 50 Positionen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien weniger Wert auf große Namen denn auf junge Winzer. Mit 19 bis 79 Euro ist man dabei, das Gros pendelt zwischen 20 und 36 Euro. Ab November ist auch sonntags geöffnet, und es gibt eine neue Karte. Die präsentiert Saisonales wie die Barbarie-Entenbrust mit Rotwein-Schalotten, Kartoffel-Sellerie-Püree und gebratenen Steinpilzen. Natürlich bleiben Klassiker à la Wiener Schnitzel mit lauwarmem Kartoffel-Gurken-Salat auf der Karte.
Rolands Bamberger Reiter, Regensburger Straße 7 in Schöneberg. Geöffnet: Di.-Sbd., 17-1 Uhr, ab November Di.-So., 17-1 Uhr, Küche 18-23 Uhr, Tel. 23 13 74 94
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