Am kommenden Sonntag (4. September, 20.15 Uhr) wird die rothaarige Schauspielerin mit den vielen Sommersprossen im 50. Kölner "Tatort" mit dem Titel "Altes Eisen" zu sehen sein. "Es geht um eine ältere Dame, die ermordet wird. Ich spiele die Freundin ihres Sohnes, die zum Kreis der Tatverdächtigen gehört. Es ist eine spannende Beziehungs- und Milieugeschichte, die im Kölner Stadtteil Kalk spielt", erzählt sie.

Neben den Kommissaren Max Ballauf ( Klaus J. Behrendt ) und Freddy Schenk ( Dietmar Bär ) wird Edgar Selge in einer Hauptrolle zu sehen sein. Er spielt eine in die Jahre gekommene Transsexuelle namens Trudi Hütten. "Edgar sieht großartig aus in Frauenkleidern. Ich war sehr beeindruckt von ihm", sagt Reents, die zum ersten Mal eine Rolle in einem "Tatort" spielt. Im Krimi-Genre hat sie allerdings schon einige Erfahrung. Von 2007 bis 2009 war sie für die ZDF-Serie KDD-Kriminaldauerdienst im Einsatz, auch bei "Kommissarin Lucas", "Ein Fall für zwei" und "Ein starkes Team" hatte sie Gastauftritte.

In Kürze wird ein "Polizeiruf" folgen. "Dabei bin ich privat gar kein so großer Krimi-Fan. Ich mag lieber Beziehungs- und Familiengeschichten."

Reents wurde in Wittmund in Ostfriesland geboren. Sie studierte Schauspiel in Hamburg, Jazz- und Musicaltanz in Amsterdam, Tanzpädagogik in Leipzig und absolvierte eine Gesangsausbildung in Berlin. Der Schauspielberuf ist und bleibt ihr Traum - auch wenn sie nun erst mal eine Babypause einlegen wird. "Es gibt in diesem Job gute und weniger gute Phasen, aber hinschmeißen wollte ich ihn nie. Ich wüsste auch gar nicht, was ich sonst machen wollte." Und weil sie nach eigener Aussage eine "Macherin" ist und gerne arbeitet, wird sie vom 2. bis zum 4. Oktober auch noch auf der Theaterbühne im Ballhaus Naunynstraße in Kreuzberg stehen - trotz des dicken Bauchs. Im Stück "Die Schwäne vom Schlachthof" des türkischen Autors Hakan Savas Mican spielt sie in zwei Episoden mit. "Ich denke, der Babybauch wird mit eingebaut. Auf jeden Fall werde ich nicht wild auf der Bühne herumhüpfen. Das überlasse ich doch lieber den anderen", sagt Reents.

Ihrer bevorstehenden Auszeit als Mutter sieht sie gelassen und mit Freude entgegen. Obwohl ihr der Druck, im schnelllebigen Schauspielgeschäft den Anschluss zu verlieren, bewusst ist. "Ich möchte auf jeden Fall weiterarbeiten, und ich sehe es als großen Vorteil an, dass ich mir meine Zeit in diesem Beruf relativ frei einteilen kann. Im Moment genieße ich einfach noch die Vorfreude." Potenzielle Babysitter hat sie trotzdem bereits angefragt. "Es haben sich schon einige angeboten - mal sehen, wer dann Wort hält."