Auch privat ist der 67-Jährige ein witziger Kumpeltyp. Nur beim Schilderwald hört für den bodenständigen Dicken mit dem Bürstenschnitt der Spaß auf: "Die Verkehrsschilder am Straßenrand sind eine Katastrophe. Und es gibt viel zu viele Tempo-30-Zonen. Mit Verboten erzieht man nicht klug, das ist bei Kindern so und bei Autofahrern nicht anders."

Mit seinem anthrazitfarbenen Skoda ist der so beliebte wie beleibte Mime derzeit wieder viel unterwegs. Bis Dienstag steht er in Gröben, einem Ortseil von Ludwigsfelde, für den rbb-Film "Krauses Kur" (9. Dezember, 20.15 Uhr, ARD) vor der Kamera. Ein Heimspiel. Der gebürtige Westpreuße hat seine Jugend hier verbracht. Und vielleicht würde er noch immer in Ludwigsfelde wohnen ("wahrscheinlich als Gastwirt"), wenn er nicht 1961 vom Brandenburger Traktorenwerk auf die Theaterbühne gewechselt hätte. Nun lebt der Landmensch in Berlin-Tiergarten. Allein. "Ich bin nicht verheiratet, war immer nur verlobt. Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben." Hundedame Vera alias Lea von der Tierfilmschule Hollygoods weicht ihm jedenfalls nicht von der Seite. Sie frisst ihm sogar aus der Hand - auch in den Drehpausen. Kein Wunder, Krause war früher begeisterter Hundetrainer. Noch mehr Spaß macht ihm nur Urlaub auf der Insel Usedom.

sab