Alexandra Neldel zieht immer noch die Quote nach oben - und holte ihr früheres Serien-Baby aus dem Tief. Die Rückkehr der Lisa Plenske in der TV-Serie "Verliebt in Berlin" bescherte Sat.1 Montagabend drei Millionen Zuschauer. Das waren satte 700 000 mehr als in den Folgen ohne Lisa Plenske. Ein kluger Schachzug des Privatsenders, die beliebte Hauptdarstellerin nach ihrem Serienausstieg im September 2006 (nach 364 Folgen) noch einmal für 16 neue Folgen einzukaufen. Doch ihre Spitzenquoten der Jahre 2005 (durchschnittlich 3,77 Millionen Zuschauer) und 2006 (3,59 Millionen Zuschauer) erreichte Sat.1 mit der Rückkehr der schwangeren Lisa Plenske (im dritten Monat) allerdings nicht mehr.
Sat.1 hatte im Vorfeld der ersten Comeback-Folge mit Neldel große Werbung gemacht. Die Zuschauer wurden Montagabend dann aber doch enttäuscht: Erst ganz zum Schluss und nur für wenige Sekunden tauchte Lisa Plenske auf dem Bildschirm auf - läutete an der Haustür ihrer Eltern Sturm, sagte "Hallo Mama" und schon war die Sendung aus. In der anschließenden Vorschau für die gestrige Sendung sah man sie noch einmal 30 Sekunden - wie sie ihren Vater begrüßt und sich ihr Stiefbruder Bruno vor lauter Emotion aus dem Staub macht. Das war's. Drei Millionen Zuschauer hatten sich mehr Blicke auf die hübsch gewordene Lisa Plenske erhofft, die keine Zahnspange mehr trägt und eine viel elegantere Brille als noch zu Beginn der Serie im Februar 2005. Bis zum 7. Mai ist Alexandra Neldel nun täglich in "Verliebt in Berlin" (19.15 Uhr) zu sehen. Eine Verlängerung ihrer Gastrolle ist nicht geplant, die Geburt ihres Serien-Babys wird der Zuschauer auch nicht erleben.
Für die Darstellung einer Schwangeren musste die schlanke Neldel während der Dreharbeiten in Adlershof einen sogenannten Fatsuit tragen, eine extra angefertigte Hülle aus Latexschaum, die vom Bauch bis zu den Oberschenkeln optisch eine Gewichtszunahme suggeriert.
"Das ist wie ein Leben in zwei Körpern. Mit den zusätzlichen Pfunden an den Oberschenkeln, der Hüfte und am Bauch werde ich allein schon im Sitzen kurzatmiger, weil der Fatsuit auf Bauch und Lunge drückt. Es ist mir auch schon mehrmals passiert, dass ich hier im Produktionsgebäude völlig unerkannt geblieben bin - eine sehr interessante Erfahrung für mich", sagt Alexandra Neldel.
Im echten Leben trägt Neldel Kleidergröße 36, als Lisa Plenske läuft sie mit einer 40 rum. "Da kneife ich mich gerade so rein. Ich habe schon zwei Hosen ruiniert. Beim Zumachen ist einmal der Knopf am Bund abgesprungen, ein anderes Mal ging der Reißverschluss kaputt." Leiden für die Quote ...
Franziska v. Mutius

