Haushoch hat das Renaissance-Theater mit Donald Margulies' "Freunde zum Essen" gewonnen: Die Mitglieder der TheaterGemeinde haben die Inszenierung mit Sona MacDonald, Maria Hartmann , Winfried Glatzeder und Gerd Wameling (Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt) mit 41 Prozent zur Aufführung des Jahres 2002 gewählt. Auf Platz 2 folgt die Schaubühnen-Inszenierung "Nora" mit 21 Prozent vor dem Staatsopern-Ballett "Die Bajadere" mit 13 Prozent. Über den Publikumspreis, der seit 1982 vergeben wird, kann sich Renaissance-Theater-Intendant Horst Filohn schon zum zweiten Mal freuen: 1998 bekam er die Auszeichnung für seine "Marlene".
Am Freitagabend fand die Preisverleihung durch den TheaterGemeinde-Vorsitzenden Michael Wewia sinski statt, wurde in allen Foyers des Hauses gefeiert. Regisseur Dietmar Pflegerl kam eigens aus Österreich. Nach der Aufführung, in der es um zwei befreundete Ehepaare, das Ende einer Liebe und um Scheidung geht, hieß das Gesprächsthema verständlicherweise Partnerschaft. Regisseur Pflegerl, seit 32 Jahren mit einer Juristin verheiratet: "Ich arbeite öfter in anderen Städten, das hält unsere Liebe frisch." Intendant Filohn ist seit 16 Jahren mit Schauspielerin Ulrike Jackwerth glücklich. Maria Hartmann ist mit Kollege Ralf Schermuly verheiratet, Sona MacDonald ist geschieden ("das Wichtigste im Leben ist mein Sohn"), Gerd Wameling ist ebenfalls Single ("Partnerschaften hab' ich hinter mir").
Winfried Glatzeder, seit vielen Jahren in fester Beziehung lebend, bringt das Thema folgendermaßen auf den Punkt: "Es ist nicht so, wie es scheint. Es bleibt nicht so, wie es ist. Und es wird nie sein, wie man es sich erhofft."
Barbara Jänichen


