Wir wohnen in ummittelbarer Umgebung von Tegel und sind dort immer gern einkaufen gegangen. Seit aber nun Real aus den Borsighallen verschwunden ist, und jetzt auch noch Hertie seine Türen geschlossen hat, zieht uns eigentlich nichts mehr nach Tegel, denn Aldi und Lidl sind selbst bei uns um die Ecke vertreten. Kaufland dagegen wäre unserer Ansicht nach eine neue Bereicherung für Tegel gewesen und ist wegen seines Vollsortiments sicherlich auch nicht mit den üblichen Discountern zu vergleichen, deren übermäßige Ansiedlung tatsächlich überdacht werden sollte. Schade für Tegel, wenn man einen wirklichen "Real-Ersatz" weiterhin verhindert.

Norbert u. Angelika Mausch, Wittenau

Bei der Planung bleibt unberücksichtigt, dass die sogenannten kleinen Einzelhandelsgeschäfte eigentlich erst so richtig aufleben, wenn ein sogenannter Großer sich ansiedelt. Der zieht wie ein Magnet eine große Käuferschar an, von der dann auch der kleine Einzelhandel profitiert.

Nora Stock, Wittenau

Ist die Wirtschaftskrise vorbei? Ich kann nur sagen, bei uns in Tegel ist die Talsohle scheinbar noch lange nicht erreicht. Schuld daran ist traurigerweise die Bezirksregierung, die mehr und mehr dafür sorgt, dass Tegel immer unattraktiver wird. So wird bereitwilligen Investoren das Leben so schwer gemacht, dass sie sich andernorts nach einem Standort umsehen, wie zum Beispiel der BMW-Konzern, der ja wohl auch an dem Grundstück interessiert war; nun soll auch Kaufland die Baugenehmigung verweigert werden. Offenbar kann der Bezirk es sich auch nach dem Weggang von Real und Hertie noch leisten, auf neue Arbeitsplätze zu verzichten.

Dirk Kuphal, Tegel

Da kann man mal sehen, wie beschränkt unsere Politiker sind. Sie sind so abgehoben und weit entfernt vom Volk, dass sie noch nicht einmal mitbekommen haben, dass nicht alle Menschen ein Auto haben, um in weiter entfernte Geschäfte zum Einkaufen zu fahren. Ich würde Kaufland in Tegel begrüßen. Seitdem Real in den Hallen am Borsigturm geschlossen wurde, findet man in Tegel nur noch kleine Lebensmittelhändler mit sehr begrenzter Auswahl. Die kleineren Geschäfte würden sicher auch von einem neuen Anziehungspunkt in Tegel profitieren, nachdem auch Hertie schließen musste. Vielleicht könnte ja Kaufland auch diese nun freie Immobilie nutzen.

Kerstin Kiefel, per E-Mail

Zum Einkaufen fahre ich regelmäßig in die Ollenhauerstraße zu Kaufland. Meine Fahrt wäre viel kürzer, und ich würde Benzin sparen, wenn sich Kaufland in Tegel ansiedeln würde.

Marion Lausch, Konradshöhe

Durch die Schließung von Real, Hertie und demnächst Woolworth haben sich die Einkaufsmöglichkeiten für uns Bürger - besonders für ältere ohne Auto und mit wenig Geld - dramatisch verändert. Früher konnte man um die Ecke einkaufen. Heute braucht man fremde Hilfe. Nun will Kaufland eine Filiale eröffnen, das Bezirksamt sagt Nein. Wählen sollen wir, aber die Interessen der Wähler werden mit Füßen getreten.

Christine Hilbig, per E-Mail

Nachdem es Real in den Borsighallen und Hertie in Tegel nicht mehr gibt, wäre es wünschenswert, wenn sich ein Großdiscounter wie etwa Kaufhof in Tegel niederlassen würde. Nicht nur der Verbraucher würde profitieren, es bestünde auch die Chance für neue Arbeitsplätze, die wir in Tegel dringend brauchen.

Karin u. Norbert Heymen, per E-Mail

Es wäre sehr hilfreich, wenn ein Großdiscounter wie Kaufland am U-Bahnhof Borsigwerke eine Filiale einrichten würde. Ganz besonders wichtig ist dies für ärmere, behinderte und ältere Menschen. Sie hätten dort eine große Auswahl preiswerter Waren, und wer dort wohnt, hat kürzere Laufwege. Selbst Behinderte hätten ein bequemes Einkaufen.

Heinz-Günter Lausch, per E-Mail

Der Auffassung der Bezirke, Kaufland mit Lidl und Penny gleichzusetzen, kann ich nicht zustimmen. Kaufland bietet ein breites Angebot gerade an frischen Waren wie Fisch, Fleisch, Wurst, Käse und Obst. Eine Kaufland-Filiale am U-Bahnhof Borsigwerke wäre wünschenswert.

Irmgard Tiefringer, per E-Mail

Ich wundere mich sehr darüber, welche Sachverhalte in den Bezirken so rigoros geregelt werden.

Ich wohne in der Müllerstraße in Wedding. Hier machen nach und nach alle altbekannten Geschäfte zu. Stattdessen haben wir mittlerweile an jeder Ecke ein Wettbüro, diverse Spiel- und Automatenkasinos (gerade eröffnet wieder ein neues) und Shisha-Cafés (abgesehen von den vielen Döner-Buden, Billig-Shops und so weiter). Welche Klientel davon angezogen wird, ist wohl jedem klar. Der Stadtteil verkommt immer mehr, niemand scheint etwas dagegen zu unternehmen. Ein weiterer Discounter würde die Gegend aufwerten.

Iris Peters, per E-Mail

Vorklassen erleichtern das Lernen

Zum Artikel: "Schlechte Noten für Berlins Schulen" vom 21. August

Frau Senftleben hat Recht. Die Forderung nach einer verbindlichen Vorschulklasse ist richtig und wichtig. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder gesehen und es erleben müssen, wohin die Abschaffung der Vorklassen an den Grundschulen geführt hat. Alle Grundschulen in Berlin sollten für sich die Vorklassen als verbindliche Vorschulklassen zurückfordern. Der Besuch in einer Vorklasse erleichtert den künftigen Schulanfängern das Lernen und den Pädagogen das Lehren. In Vorklassen sind die Kinder nachweislich sehr gut auf die Schule vorbereitet worden.

Harald Graaf, per E-Mail

Recht auf freie Wahl ist ein hohes Gut

Zum Artikel: "Taliban wollen Afghanen am Wählen hindern", vom 20. August

Da gehen trotz Drohungen gegen Leib und Leben 70 Prozent der Bevölkerung zur Wahl, um ein Recht wahrzunehmen und ihr Land und dessen Geschick mitzugestalten. Und hierzulande? Trotz Wahllokalen, die in unmittelbarer Nähe liegen, trotz Briefwahl und gefahrloser Wahlmöglichkeit wählt nur noch ein Teil der Leute. Ich hoffe, dass der Mut der Afghanen diese Leute beschämt und ihnen vor Augen führt, dass es Menschen gab und gibt, die für ihr Recht zu wählen eine Menge riskieren.

Regina Jacob, per E-Mail

Fehlerhafte Datenübermittlung

Zum Artikel: "Hälfte der Schufa-Daten ist falsch" vom 20. August

Das ist schon ein gewaltiger Skandal, denn auf die Schufa-Daten haben sich die Deutschen verlassen und vor allem auch die, die Nachfragen zu beantworten hatten. Wie viele Bürger haben wohl ihre Vorhaben nicht durchführen können, weil die Schufa falsch informierte? Da muss es doch Verantwortliche geben, die zur Rechenschaft zu ziehen sind.

Igor Vinarsky, Charlottenburg

Wer liefert denn die Daten an die Schufa? Sind dies nicht etwa die Banken, Versandhäuser oder Mobilfunkanbieter? Die Schufa verwaltet doch wohl nur die gemeldeten Daten. Sie könnte sicher genauer recherchieren und öfter nachfragen. Offensichtlich liegt der Fehler aber bei denen, die falsche Daten weitergeben.

Jürgen Fink, per E-Mail