Stadtplanung

Kritik an Müllers Plänen für das Humbold-Forum

Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz, hat die neuen Pläne von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) für das Humboldtforum kritisiert.

„Es hatte gute Gründe, in einem Haus, das sich um Weltkultur drehen soll und auch noch den Namen Humboldt trägt, das Thema Sprache mit zu thematisieren“, sagte Olbertz am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Müller hatte angekündigt, die geplante Ausstellung „Welt der Sprachen“ der Zentral- und Landesbibliothek mit einer Schau zur Geistes- und Ideengeschichte Berlins zu ersetzen. Olbertz räumte zwar ein, dass er Müllers Idee auch „reizvoll“ finde. Es gebe aber ein zeitliches Problem, weil der Bau schon fortgeschritten sei. Müller dagegen betonte im „Tagesspiegel“ vom Sonnabend, der Baufortschritt sei nicht gefährdet.

Die Eröffnung des Forums ist für 2019 geplant, Richtfest im Schloss-Neubau soll am 12. Juni sein. Ein Sprecher des Bundesbauministeriums verwies unterdessen in der „Berliner Zeitung“ darauf, dass das Land Berlin nicht allein über eine Änderung der Pläne entscheiden könne.