Kino

Academy-Präsidentin reagiert auf Kritik an Oscarnominierungen

Nach Kritik an den Oscarnominierten hat sich erstmals die Chefin der für die Verleihung zuständigen Filmakademie zu Wort gemeldet.

Die nur aus Weißen bestehende Liste der Anwärter bestärke sie in dem Streben nach mehr kultureller Vielfalt, sagte Cheryl Boone Isaacs. Zugleich wies sie auf die großen Fortschritte hin, die allein in den vergangenen zwei Jahren in dem Bereich erzielt worden seien.

Alle für die begehrten Filmtrophäen nominierten Schauspieler sind weiß, in den Sparten Regie und Drehbuch findet sich keine einzige Frau. Als die Entscheidung am Donnerstag bekannt gegeben wurde, zirkulierte kurze Zeit später auf Twitter der beißende Hashtag #OscarsSoWhite. Angesichts des vielen Lobs für das Bürgerrechtsdrama „Selma“ vermuteten einige Beobachter rassistische Vorurteile: Weder die afroamerikanische Regisseurin Ava DuVernay noch der dunkelhäutige Darsteller David Oyelowo wurden nominiert.

Cheryl Boone Isaacs ist die erste Afroamerikanerin an der Spitze der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences. Zur Frage, ob sie und die Filmorganisation sich wegen der Nominierungen ausschließlich weißer Schauspieler schämten, wollte sie nicht eingehen. Stattdessen betonte sie, dass sie auf alle Nominierten stolz sei.

( AP )