Ausstellung

775 Porträts erzählen im Stadtmuseum Berlin-Geschichten

Mit der Ausstellung "Berlinmacher" begeht das Stadtmuseum die 775-Jahr-Feier Berlins.

775 Porträts werden von morgen an bis zum 28. Oktober im Ephraim-Palais präsentiert. Dabei handele es sich um 75 historische Persönlichkeiten wie Theodor Fontane und Max Liebermann und 700 Bewohner der Metropole, sagte die Generaldirektorin des Stadtmuseums, Franziska Nentwig, bei der Vorstellung der Schau. Im Fokus der Ausstellung stünden nicht die historischen Ereignisse, sondern die Berliner selbst. In einer Kooperation zwischen Stadtmuseum Berlin und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) wurden 700 Berliner befragt, was die Stadt für sie bedeutet. Aus all diesen Aussagen ergebe sich "ein Kaleidoskop von Ansichten und Einsichten der Berliner, die heute die Stadt prägen".

Ein symbolischer roter Faden führt die Besucher durch die Exposition mit rund 500 Objekten von 80 Leihgebern. Am Anfang der Ausstellung steht eine knäuelartige Raumskulptur. Daraus leiten entwirrte rote Fäden scheinbar zu den "Berlinmachern", in denen sich das Beziehungsgeflecht von einer Person im Zentrum zu drei weiteren entfaltet, wie Nentwig erläuterte. So verbinde beispielsweise den Studentenführer Rudi Dutschke mit der Salonière Henriette Herz das Bedürfnis nach gesellschaftsrelevanten Diskussionen. Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm umrahmt, darunter die Lesereihe "Sommer im Hof" im Innenhof des Märkischen Museums.