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Ich höre gerade ... Cosa Rosa

Wolf-Dieter Kuntze (51), Shubashi - Der Plattenladen, Hubertusstr. 7, Steglitz: Cosa Rosa schwamm zwar ein wenig auf der Neuen Deutschen Welle, hat aber nie den richtigen Durchbruch geschafft. Zu unrecht, denn ihr typischer 80er-Synthie-Pop ist wirklich klasse. Die studierte Architektin war zunächst Keyboarderin der Frauenband Insisters, bevor sie ab 1981 in der Band von Ulla Meinecke spielte. Bereits zwei Jahre später brachte die Berliner Musikerin, die bürgerlich Rosemarie Precht hieß, ein eigenes Album unter dem Titel "Traumstation" raus, produziert von ihrem Lebensgefährten Reinhold Heil, dem Keyboarder von Spliff. 1985 folgte das Album "Kein Zufall". Meine Lieblingsscheibe von ihr ist allerdings das selbstbetitelte Album "Cosa Rosa" von 1986 mit den bekannten Songs "Puppe kaputt" und "Illusion". Es war ihr letztes, denn die Musikerin starb Anfang der Neunziger viel zu früh an Magenkrebs. Ihre frechen Songs mit sehr persönlichen Texten sind eine tolle Wiederentdeckung.

Cosa Rosa, Sony, LP 12 Euro, CD ca. 18 Euro.