Ganz einfach: Man vermacht dem Star einen Ehren-Bären der Berlinale. Und garantiert damit, dass der Star auch wirklich auf dem Roten Teppich steht und nicht in letzter Sekunde durch Unlust glänzt. Jetzt darf sich Berlin auf Meryl Streep freuen. Sie hat gerade Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" verkörpert. Der Film kam am 30. Dezember in die US-Kinos, auf dass sie ihre Oscar-Chance nicht verpasst. Damit schien alle Hoffnung perdu, ihn auf der Berlinale (9.-19. Februar) zu zeigen. Doch Festivalchef Dieter Kosslick entschloss sich zu einer Hommage auf den Filmstar.

Eine gute Entscheidung. Streep war schon mehrfach zu Gast beim Filmfestival: 1999 erhielt sie eine Berlinale Kamera, 2003 mit Julianne Moore und Nicole Kidman den Silbernen Bären als Beste Darstellerin für "The Hours". 2006 war sie mit "Last Radio Show" erneut im Wettbewerb vertreten. Der Goldene Ehrenbär soll ihr am vorletzten Berlinale-Tag verliehen werden. Neben der "Eisernen Lady" wird eine ganze Reihe von Streep-Erfolgen gezeigt, u.a. "Kramer gegen Kramer", "Jenseits von Afrika" und "Die Brücken am Fluss". Und mit der zweifachen Oscar-Preisträgerin ist kurz vor Berlinale-Schluss noch mal ein ganz großes Blitzlichtgewitter garantiert.

zdr