Konflikt

Atomkonzern will Poetenfest sponsern

Trotz wachsender Kritik an der Sponsorenrolle will der Atomkonzern Areva auch künftig das Erlanger Poetenfest unterstützen. "Wir waren jetzt sieben Jahre lang ein zuverlässig Partner des Poetenfestes. Wir fänden es schade, wenn Areva nicht mehr Sponsor wäre", sagte Areva-Sprecher Mathias Schuch bei einer Diskussionsveranstaltung am Rande des Festivals.

Das französische Unternehmen hat seine Deutschland-Zentrale in Erlangen.

Dagegen verlangte Stephan Kolb von der Initiative "Poesie gegen Uranstaub" erneut einen Verzicht auf das finanzielle Engagement des Nukleartechnikherstellers. "Literatur und Atomkraft passen einfach nicht zusammen - schon gar nicht nach Fukushima", sagte der Mediziner und Atomgegner. Es gebe genügend Literaturfreunde, die bereit seien, für Areva in die Bresche zu springen. Eine Sammelaktion habe knapp 9000 Euro erbracht.