Sie habe sich mit den Berliner Galerien als abc-Veranstalter nicht einigen können, wie die Aufgaben bei einem Zusammenschluss der Messen verteilt werden. Damit ist das Aus für das art forum besiegelt.

"Die Wertschöpfung der Messe Berlin liegt bei einer Kunstveranstaltung in der Organisation", begründete Messe-Geschäftsführer Christian Göke - eher kryptisch - den Entschluss. "Ist diese nicht gewünscht, fehlt die Geschäftsgrundlage für eine Zusammenarbeit, die über reines Sponsoring hinausgeht." Am Freitag habe der Zusammenschluss der Berliner Galerien, die a-z GBR, die Verhandlungen abgebrochen, teilte die Messegesellschaft mit. Aus anderen Kreisen ist zu hören, die Messegesellschaft habe die Gespräche "überraschend" beendet. Dem Vernehmen nach war das art forum für die Messegesellschaft finanziell nicht mehr lukrativ genug.

Das ist durchaus nachvollziehbar, schließlich steckt die 1996 gegründete Veranstaltung schon seit Jahren in der Krise. 2009 übernahmen Eva-Maria Häusler und Peter Vetsch, beide von der Art Basel, das Direktorium und sollten die Messe "internationalisieren", hieß es damals noch. Doch auch sie konnten den Niedergang nicht stoppen; Vetsch verließ das Art Forum im April.

Die art berlin contemporary wird jedenfalls, wie vorgesehen, vom 7. bis 11. September stattfinden.

BM