Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht vom Tode des Regisseurs. Der gebürtige Österreicher sei im Alter von 67 Jahren am Sonntag in Berlin völlig überraschend an Herzversagen gestorben, sagte der Direktor des Grips Theaters, Volker Ludwig, gestern mit. "Linie 1" wird dort mittlerweile wieder in Kolneders Originalinszenierung aus dem Jahr 1986 gespielt. Kolneder sei 15 Jahre lang der prägende Regisseur und Dramaturg des Grips Theaters gewesen, sagte Ludwig. Zu seinen großen Regie-Erfolgen zählen auch "Das hältste ja im Kopf nicht aus", "Alles Plastik", "Eine linke Geschichte" sowie "Voll auf der Rolle". Der Welterfolg "Linie 1" sei ohne Kolneders Arbeit undenkbar gewesen, so Ludwig. Kolneder sei nicht nur ein begnadeter Regie-Handwerker gewesen, sondern auch der intellektuelle Vordenker des Grips Theaters. Als ausgesprochenes Sprach- und Musikgenie habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass das Grips Theater in der ganzen Welt bekannt wurde. Nach seiner Zeit am Grips leitete der Künstler ein Theater in Norwegen. Er lehrte am Mozarteum in Salzburg, an der Hochschule der Künste in Berlin und in Neu Delhi und Montreal. BM

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