Viele seiner Freunde und seine Familie hätten die Gelegenheit gehabt, sich von ihm zu verabschieden, bevor er friedlich eingeschlafen sei.

An gleicher Stelle hatte Dio, der Ende 1978 Ozzy Osbourne bei Black Sabbath ersetzt hatte, im November selbst mitgeteilt, dass er an Magenkrebs leide. Er wurde 67 Jahre alt. "Heute ist mein Herz gebrochen", schreibt Wendy Dio. "Bitte gebt uns ein paar Tage Zurückgezogenheit, um mit diesem furchtbaren Verlust fertig zu werden."

Der im US-Bundesstaat New York geborene Dio hatte als Jugendlicher mit der Musik angefangen und zuerst Trompete und dann Bass gelernt. In den frühen 70er Jahren gründete er seine erste Band Elf. Als Elf im Vorprogramm der Deep Purple auftrat, lernte er den Gitarristen Ritchie Blackmore kennen, mit dem er später die Gruppe Rainbow gründete. Nach drei Jahren wechselte Dio zu Black Sabbath, die er wiederum nach drei Jahren verließ, um seine eigene Band - Dio - zu gründen. Unter dem Namen Heaven And Hell arbeitete er später noch einmal mit einigen seiner ehemaligen Black-Sabbath-Kollegen zusammen.

Dio nahm für sich immer in Anspruch, die "Teufelshörner" in die Heavy-Metal-Szene eingeführt zu haben. Bei diesem Gruß ragen kleiner und Zeigefinger aus der Faust heraus, was an einen gehörnten Teufelskopf erinnern soll. Neben dem Aberglauben als Hintergrund - ob Böses nun mit dem Symbol vertrieben oder verehrt werden soll - gehören die Teufelshörner auch zur Selbstdarstellung der als unangepasst und düster wirken wollenden Fans der Musik. Allerdings nehmen auch andere Musiker für sich in Anspruch, die Teufelshörner erfunden zu haben, etwa Gene Simmons von der Gruppe Kiss. Auch die Werbung benutzt das Symbol: Die Kette "Hard Rock Café" preist ihr Essen mit großen Plakaten an, die Teufelshörner zeigen.

BM