Er sah sich in der Metropolitan New Yorks gefeiert. Er sah sich in Bayreuth als bravourös sing- und spielfreudiger Loge im "Ring des Nibelungen" über die Jahre hin bewundert. Bis 1960 blieb er der Staatsoper treu und den Heldentenor-Partien, in die er inzwischen übergewechselt war. Dann rief ihn Frankfurt als Sänger und Regisseur. So musste er sich zeitweilig von Berlin trennen.
Doch er kam wieder. Er und seine Frau Josefa, die einst im Ballett der Staatsoper getanzt hatte, hielten ihrem alten Haus unverbrüchlich die Treue. Bei jeder Premiere sah man sie in der ersten Parkettreihe. Wie mit verliebten Augen sahen sie zur Bühne hinauf, begeisterungsfähig, unlösbar dazugehörig. Nun hat der Tod ihn und seine Frau annähernd gleichzeitig aus dem Leben gerissen.
Gtl.

