Tatsächlich sind im Verlauf der langen Erdgeschichte schon ganze Gebirge zu Sand zerfallen! Und auch unsere heutigen Gebirge werden abgetragen - allerdings so langsam, dass wir Menschen es kaum bemerken.
In der Wüste verwittert Gestein besonders stark. Denn die hohen Temperaturschwankungen beschädigen Felsen ganz besonders. Der Stein wird hier regelrecht gesprengt.
Der Rest wird durch den Wind zerkleinert und abgeschliffen, bis nur noch Sandkörner übrig bleiben. Diese sammeln sich, vom Wind um die Erde getragen, an bestimmten Punkten besonders häufig an: in den Sandwüsten. Allerdings sind die meisten Wüsten gar keine Sandwüsten: Nur drei Prozent der Wüsten dieser Erde sind von Sand bedeckt. Der Rest ist Stein- oder Kieswüste. Dort zerkleinert der Wind die Felsen und trägt den Sand zu den großen Sanddünen. Außerdem gibt es Salzwüsten und Eiswüsten wie in der Antarktis. Wüste bedeutet vor allem: viel Wind und wenig Wasser. Allen Wüstengebieten der Erde fehlt der Regen.
Textquelle: "Wie kommt der Sand in die Wüste?", Velber Buchverlag, 10,90 Euro

