Im Winter hat das sogar Vorteile: Die Anlagen werden in einem sehr steilen bis senkrechten Winkel festgemacht, erläutert die Stiftung Warentest. Die tief stehende Sonne im Winter kommt dort gut hin. Liegt Schnee, verstärke sich der Wirkungsgrad durch die Reflexion des Sonnenlichts sogar noch. Außerdem kann Schnee nicht auf der Anlage an der Fassade liegen bleiben und diese abdecken. Umgekehrt sei der Wirkungsgrad im Sommerhalbjahr aber geringer als bei Anlagen für das Dach.

Grundsätzlich hat das aber etwas Positives für Haushalte: Besonders in der Jahreszeit mit einem erhöhtem Wärmebedarf in der Wohnung sei der Wärmeertrag höher, schreiben die Warentester in ihrem aktualisierten Ratgeber „Solarwärme. Heizen mit der Sonne“. Hausbesitzer sollten bei der Planung allerdings darauf achten, dass sie die Kollektoren für eine Solarthermieanlage zum Beispiel nicht in den Schatten eines Balkons, eines Dachvorsprungs oder Vordachs sowie von Nebengebäuden und Bäumen montieren.

dpa