Baumeister für Berlin: Der vielbeschäftigte Adolph Born

Dieses Lichterfelder Vorstadthaus war für Adolph Born eine eher kleine Nummer. Und nur eine von vielen: Der vielbeschäftigte Lichterfelder Architekt hinterließ 38 geschützte Häuser - kaum ein anderer Berliner Baumeister hat sich so dauerhaft in der Landesdenkmalliste eingebrannt. Bei solch einem Manne kann ein Durchschnittsbau wie dieser interessant sein - als Born-Werk, das weder seinem Villen- noch seinem Landhausstil eindeutig zuzuordnen ist.

Adolph Born hat sich in seinen 40 Berufsjahren bis 1923 immer wieder mit modernen Architekturströmungen auseinandergesetzt. Vor allem dabei mit dem Landhausbau, zu dem dieses Haus in der Lichterfelder Luisenstraße angesichts seines hohen Souterraingeschosses allerdings nicht gehört - Born wird eine "etwas eigenwillige Art" nachgesagt.

Neben einer guten Proportionierung des 1907/08 gebauten Hauses finden die Historiker vor allem seltene Putzformen beachtenswert, die etwa neben dem linken Obergeschoßfenster wie gebürstet aussehen. Ihre Verbindung mit Ziegelsteinen ist ungewöhnlich.