Der Architekt dieses Hauses hat «überdurchschnittliche baumeisterliche Fähigkeiten», meinen die Berliner Denkmalschützer. Schon in der ersten Zeit der neuen Villenkolonie Schlachtensee (1894 bis 1898) plante Fritz Schirmer im Unterschied zu den Nachbarhäusern in einer kompakten und städtischen Architektur. Irgendwo angesiedelt zwischen Neurenaissance und dem Mischmaschstil Eklektizismus schuf Schirmer in der Ahrenshooper Zeile eine Villa mit ansprechender Giebelseite und Eckturm, mit ausgewogener Proportionierung und dezenter Hervorhebung einzelner Bauteile, etwa durch Ornamentbänder in ockerfarbenem Backstein. Schirmer hat in den Jahren 1882 bis 1904 viele Wohnhäuser in Zehlendorf und Lichterfelde entworfen und gebaut: Nicht weniger als 35 denkmalgeschützte Bauten hat er der Nachwelt hinterlassen, darunter 23 Wohnhäuser und Villen, elf Miets- und Geschäftshäuser und eine Poststation. Trotzdem war Fritz (oder Friedrich) Schirmer kein studierter Architekt, sondern «nur» ein Maurermeister. Aber immerhin ein sehr gefragter.