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Liebe: Auch ein One-Night-Stand kann zur festen Beziehung werden

Liebe

Auch ein One-Night-Stand kann zur festen Beziehung werden

Die Weisheit, dass aus einem One-Night-Stand nie eine feste Beziehung werden kann, ist offenbar ein Irrglaube. Nach einem Bericht in "Women's Health" haben Wissenschaftler der US-amerikanischen University of Iowa herausgefunden, dass es für eine neue Partnerschaft nicht von Bedeutung ist, ob man sofort Sex hat oder nicht. "Wichtiger ist die Frage, ob die Beteiligten generell offen für eine ernsthafte Beziehung sind", erklärt der Leiter der Studie, Professor Anthony Paik. Diese Erkenntnis bestätigt auch die Leipziger Sexualmedizinerin und Autorin des Ratgebers "Guter Sex ohne Stress": "Es ist doch toll, wenn Sie wissen, dass es sexuell perfekt passt. Dann stimmen Sie schon mal in einem wichtigen Bestandteil der Liebe überein." Alles Weitere könne und müsse man anschließend überprüfen, so die Expertin.

Erziehung

Eltern sollten Anweisungen ohne "Bitte" formulieren

Aufforderungen sollten Eltern besser nicht mit einem "Bitte" verknüpfen. Denn eine als Bitte getarnte Anweisung, etwa "Mach bitte deine Hausaufgaben", lasse Kindern nur scheinbar die Wahl. "Kinder merken den Widerspruch: Sie verweigern sich oder schalten auf Durchzug", erklärt Familien- und Kommunikationsberater Jan-Uwe Rogge. Ignorieren Kinder aber die Ansage der Eltern, wird das von den Erwachsenen schnell als Affront empfunden - und die Situation kann eskalieren. Verhindern lässt sich dies, indem Mutter und Vater klar formulieren, was sie von ihrem Nachwuchs erwarten. Dazu können sie Ausdrücke wie "Ich möchte ...", "Ich erwarte ..." oder "Ich will nicht ..." verwenden. Kinder drückten ihre Ansprüche Eltern gegenüber übrigens genauso aus, sagt Rogge in der Zeitschrift "Focus Schule".

Senioren

Neuer Ratgeber will pflegende Angehörige unterstützen

Das körperliche und seelische Wohl pflegender Angehöriger steht im Mittelpunkt eines Ratgebers der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (Bagso) und der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV). Nicht jeder sei der Anforderung gewachsen, den Angehörigen zu versorgen und gleichzeitig sein eigenes Leben zu bewältigen, erläutert der DPtV-Bundesvorsitzende Dieter Best. Der Ratgeber "Entlastung für die Seele" gibt einen Überblick über die Ursachen möglicher Beschwerden und zeigt Auswege. "Wir möchten Angehörige ermutigen, offensiv mit den Schwierigkeiten umzugehen und auch Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen", sagte die Bagso-Vorsitzende Ursula Lehr. Anders als bei professionellen Pflegern sei der emotionale Abstand bei Angehörigen nicht gegeben. Dadurch komme es zu Überforderung und Depressionen. Der Ratgeber, der Hilfsmöglichkeiten, Selbsthilfegruppen und Ansprechpartner auflistet, kann über die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung ( www.dptv.de ) und die Bagso ( www.bagso.de ) bestellt oder heruntergeladen werden. Etwa 2,25 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Davon werden zwei Drittel zu Hause betreut.