Wagner-Interpreten

Weltbekannte Stimmen bei "Tannhäuser"

Von einem "Weltereignis des Wagner-Singens" sprach die Kritik nach Peter Seifferts Sensationserfolg mit dem 1990 von Götz Friedrich inszenierten "Lohengrin" an der Deutschen Oper Berlin.

Eine entscheidende Station in der Karriere des in Düsseldorf geborenen Tenors, der anschließend Einladungen an alle bedeutenden Opernhäuser erhielt. Längst zählt Seiffert zu den wichtigsten Wagner-Interpreten seiner Generation und ist zudem ein gefragter Konzertsänger. An der Deutschen Oper Berlin kann man ihn in dieser Saison als Tristan sowie jetzt als Tannhäuser erleben.

Die damalige Intendantin Kirsten Harms setzte "Tannhäuser" im Ende 2008 mit opulenten Bildern (Bühne und Kostüme: Bernd Damovsky) in Szene. Die musikalische Leitung hat Constantin Trinks. Neben Seiffert in der Titelpartie wird mit Christian Gerhaher als Wolfram von Eschenbach ein weiterer Weltstar auf der Bühne stehen. Der aus Niederbayern stammende Bariton, der examinierter Arzt ist, wurde vor allem als Konzert- und Liedinterpret mit seinem Pianisten Gerold Huber berühmt. Doch schon viele Jahre ist er auch auf den großen Opernbühnen gefragt. Die Zeitschrift "Opernwelt" kürte Gerhaher 2010 zum "Sänger des Jahres" - u.a. für seine Darstellung des Wolfram von Eschenbach.

In Anlehnung an mittelalterliche Ikonographie und Metaphern inszenierte Kirsten Harms den "Tannhäuser" als Bilderbogen des kollektiven Unterbewusstseins. Tannhäuser und Wolfram zerbrechen an einem unrealistischen Bild von der Frau, die sexuell attraktiv und zugleich keusches Ideal sein soll. So lässt die Regisseurin Venus und Elisabeth von nur einer Sängerin singen. In dieser Doppelrolle ist diesmal Petra Maria Schnitzer zu erleben.

Termine: 16. Dezember, 17 Uhr, 22. Dezember 18.30 Uhr sowie 24. und 30. März 2013