Eröffnung

Aussichtsturm für Sielmanns Döberitzer Heide

Besucher des Naturschutzgebietes Döberitzer Heide (Landkreis Havelland) können künftig auch die gesperrten Wildzonen gut überblicken.

Die Heinz-Sielmann-Stiftung, die 2004 den früheren Truppenübungsplatz zehn Kilometer westlich von Berlin vom Land Brandenburg gekauft hatte, eröffnet am Sonntag auf dem Finkenberg einen Aussichtsturm. Die 15 Meter hohe Metallkonstruktion wurde für 65 000 Euro auf einem früheren Bunker errichtet. Zu 55 Prozent hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg das Projekt gefördert.

Wer die 53 Stufen der Wendeltreppe emporsteigt, hat bei klarem Wetter einen Panoramablick über die Skyline Berlins und das Havelland. Zu Füßen der Besucher liegen die neu eingerichteten Tränken für die ausgewilderten Wisente und Przewalski-Pferde. Die Wildrinder und Steppenpferde sollen die Flächen beweiden und so dafür sorgen, dass das 2000 Hektar große Reservat mit seinen rund 1000 seltenen Tier- und Pflanzenarten nicht wieder verbuscht.

Zu erreichen ist der Turm auf dem Finkenberg am besten über neu ausgewiesene Wanderwege, die von den Potsdamer Ortsteilen Krampnitz und Groß Glienicke oder dem Dallgow-Döberitzer Ortsteil Seeburg in die Heidelandschaft führen. Startpunkte sind Seeburg, Groß Glienicke, Krampnitz (Landesstraße 20, Buslinie 639) und Elstal (Bundesstraße 5, RE 2). Um 14 Uhr wird Inge Sielmann, Witwe des verstorbenen Tierfilmers Heinz Sielmann und Vorsitzenden des Stiftungsrates, das Bauwerk eröffnen. Von 14.30 Uhr an ist es für jeden zugänglich. Bis 18 Uhr gibt es am Finkenberg ein Kinderfest und Spezialitäten aus der Region.

Die Döberitzer Heide ist eines von drei Naturschutzprojekten der Sielmann-Stiftung in Brandenburg und mit einer Fläche von 3400 Hektar auch das größte. Das mehr als 100 Jahre lang militärisch genutzte und munitionsbelastete Areal ist inzwischen über ein 55 Kilometer langes Wanderwegenetz erschlossen. In einem Schaugehege bei Elstal zeigen die Naturschützer Wisente und Przewalski-Pferde.