Urteil 15 Jahre nach der Tötung einer Berlinerin

Frankfurt (Oder) - Wegen der Tötung einer Berlinerin im Juni 1990 hat das Landgericht Frankfurt gestern einen 40jährigen zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, daß er die 24jährige unweit von Beeskow (Oder-Spree) mit einem Messer verletzt, geschlagen und gewürgt hat, bis sie starb. Ermittler waren dem Mann 15 Jahre nach der Tat durch ihm zugeordnetes DNA-Material an der Kleidung des Opfers auf die Spur gekommen.

Nach Überzeugung des Gerichts war der zu dieser Zeit bei Rathenow (Potsdam-Mittelmark) lebende Inhaber eines Gebrauchtwarenhandels am Abend des 16. Juni 1990 in Berlin auf sein späteres Opfer getroffen. Die Krankenschwester sei offenbar freiwillig in sein Auto gestiegen. Bei einer gemeinsamen Fahrt in Richtung Beeskow am nächsten Morgen habe es vermutlich Streit gegeben, in dessen Folge die Frau zu Tode kam.

Der Mann war wegen der Tötung einer 19jährigen aus Schwedt (Uckermark) bereits 1994 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, aber zuletzt auf Bewährung frei. dpa