Medizinstudenten

CDU fordert Stipendium für angehende Landärzte

Medizinstudenten soll nach dem Willen der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag mit einem Zusatzstipendium der spätere Einsatz im ländlichen Brandenburg schmackhaft gemacht werden.

Nach einem Änderungsantrag zum Entwurf des Haushaltsplans 2010 sollen dafür zunächst 400 000 Euro an Landesmitteln ausgegeben werden, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Schierack gestern in Potsdam sagte. Hintergrund ist ein drohender Ärztemangel auf dem Land.

Als "Anreizsystem" könnten Studenten ein Stipendium erhalten, wenn sie sich verpflichten, für ein paar Jahre als Arzt in der Mark zu arbeiten. Brandenburg selbst hat keine Medizinerausbildung, weil es im Land kein Universitätsklinikum gibt. Das Angebot eines solchen Stipendiums könnte etwa für Studenten an der Berliner Charité oder aber auch aus anderen Bundesländern interessant sein. Schätzungen zufolge könnten zunächst 40 bis 60 Studenten von dem Stipendium profitieren. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Zahl steigen werde, sagte der Fraktionssprecher.

Schierack verwies darauf, dass schon jetzt Ärzte, die im ländlichen Brandenburg arbeiten, finanzielle Anreize erhielten. Wer außerdem eine Praxis gründe, erhalte einmalig 50 000 Euro. Das Geld stamme aber nicht aus Landesmitteln, sondern von den Krankenkassen, hieß es. Mehr Geld fordert die CDU auch für Schulen. Mit zusätzlich 2,5 Millionen Euro solle Unterrichtsausfall verhindert werden.