Die Arbeiten an der Moschee an der Ecke Wiener und Skalitzer Straße gehen weiter. "Der Baustopp wurde vor wenigen Tagen aufgehoben", sagt Friedrichshain-Kreuzbergs Bürgermeisterin Cornelia Reinauer (für PDS). "Die Mängel sind beseitigt worden." Im Nebenhaus seien Stahlträger eingebaut worden, die verhindern sollen, daß sich das Gebäude absenkt.
Der Bau der heftig umstrittenen Moschee hatte im Dezember 2004 begonnen. Schon im Januar 2005 verhängte das Bezirksamt einen Baustopp, weil im Zuge von Grabungsarbeiten Risse an der Fassade des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses an der Skalitzer Straße aufgetreten waren. Außerdem hatte sich der Giebel des Gebäudes gesenkt. Eigentümer eines Nachbarhauses an der Wiener Straße erwirkten im Februar eine einstweilige Verfügung gegen den Weiterbau. Das Landgericht Berlin lehnte den Widerspruch des Bauherrn ab.
Träger des Projekts ist der Islamische Verein für wohltätige Zwecke, der 1995/96 gegründet wurde. Das "Maschari-Center" auf dem einstigen Bollegrundstück soll rund zehn Millionen Euro kosten. Das Gebäude wird sieben Stockwerke haben. Die Moschee wird 250 Gläubigen Platz bieten. Vier Minarette werden errichtet. Auf dem Grundstück befand sich zuvor die Ruine eines Supermarkts, der 1987 abgebrannt war.
saf

