Zweieinhalb Jahre hat der 20 Jahre alte Riesenflughund Kasimir Gerichte und Behörden beschäftigt. Jetzt hängt die exotische Fledermaus wieder in dem Weddinger Hundesalon, in dem sie 2004 vom Veterinäramt Mitte wegen nicht artgerechter Haltung beschlagnahmt worden war. Das Berliner Artenschutzteam (BAT), das das Tier in seinem Fledermaus-Schauraum auf der Spandauer Zitadelle in Pflege genommen hatte, hat seinen heiß umkämpften Schützling an den Rechtsanwalt von Vorbesitzerin Monika Rothgänger zurückgegeben. Die Weddingerin nennt das Tier nun wieder Max.

Das Bezirksamt Spandau, dessen Veterinäre Kasimir alias Max für nicht transportfähig erklärt und so seine Ausreise aus Spandau lange verhindert hatten, hatte sich zuvor mit der Weddingerin beim Berliner Verwaltungsgericht gütlich auf eine Rückgabe verständigt. Über den genauen Inhalt der Vereinbarung sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Gerichtsprecher gestern. Dem Vernehmen nach sahen die Verwaltungsrichter aber eine tierquälerische Haltung im Hundesalon nicht als erwiesen an. Nach einem langwierigen Zivilgerichtsverfahren war der Flughund schon vor einem Jahr in letzter Instanz vom Kammergericht Monika Rothgänger zugesprochen worden.

Der Verein BAT sieht den Kampf um den Flughund nun als beendet an. Offenbar reiche das deutsche Tierschutzrecht nicht aus, um eine artgerechte Haltung durchzusetzen, so der Vorsitzende Jörg Harder.

hel