Neue Ost-West-Trasse geplant

Das Bezirksamt plant eine neue vierspurige Straße: die Ost-West-Trasse von der Straße An der Wuhlheide bis zur Mahlsdorfer Straße. Sie soll Köpenick, insbesondere die Dammvorstadt, vom übergeordneten Nord-Süd-Verkehr entlasten und die Altstadtumfahrung über die Spindlersfelder Straße ergänzen. Die Unterlagen liegen bis zum 10. Februar im Rathaus Köpenick aus. Die neue Trasse wird fast 20 000 Quadratmeter Waldfläche im Stadtforst Wuhlheide beanspruchen. Sie führt bis zur Hämmerlingstraße und durchquert den Bahndamm. Baukosten: etwa 15 Millionen Euro. Eine neue Bahnunterführung soll die vorhandene ersetzen und im Gegensatz zu ihr für Lkw passierbar sein. Wie teuer sie wird, steht noch nicht fest. Die Planer rechnen damit, daß täglich rund 36 000 Fahrzeuge die Ost-West-Trasse nutzen werden, zehn Prozent davon Lkw. Der Naturschutzbund Deutschland lehnt das Projekt ab: Lärm- und Abgasbelastung würden verlagert, nicht behoben. Harald Moritz von den Bündnisgrünen Treptow-Köpenick kritisiert, die Straße sei zu teuer. Durch steigenden Lkw-Verkehr werde sich die Situation für viele Menschen verschlechtern, heißt es.

Der Köpenicker Stefan Beck fordert eine Trassenführung über die Friedrichshagener Straße und die südliche Bahnhofstraße.

saf