Bei Meyer & Beck fallen 70 Jobs weg

Durch den Verkauf der Oetker-Tochter Meyer & Beck fallen mehr Arbeitsplätze weg, als zunächst angenommen: Wie die Berliner Morgenpost berichtet hatte, übernimmt vom 1. Januar 2005 die Handelsgesellschaft Mema die Supermarktkette, dabei werden jedoch nicht bis zu 40, sondern 70 Jobs gestrichen. Die Oetker-Gruppe in Bielefeld hat gestern außerdem bestätigt, daß sechs der 44 Filialen in Berlin geschlossen werden. Darunter haben nach Informationen der Morgenpost die Geschäfte an der Reichsstraße (Westend) und Alt-Tempelhof sowie an der Ludwigsfelder Straße (Zehlendorf) und an der Angerburger Allee (Ruhleben) offenbar keine Chance mehr auf Fortbestand.

Abstoßen will die Oetker-Gruppe Meyer-Beck schon lange. Firmenchef August Oetker hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigt: "Meyer & Beck wird 2004 nicht mehr zu uns gehören." 38 Filialen der Kette werden nun zum 1. Januar im Rahmen eines Betriebsübergangs von der Mema Handels GmbH übernommen. Die Gesellschaft, hinter der eine Berliner Investorengruppe um den Unternehmer Axel Gropp steht, ist derzeit noch eine Oetker-Tochter. Weitere Auskünfte über das Unternehmen lehnt der Konzern ab.

Aus Bielefeld hieß es dazu nur, man werde ab kommendem Jahr nicht mehr an der Mema beteiligt sein. Zu diesem Zeitpunkt werde die Memako Beteiligungs GmbH mit Sitz in Berlin Inhaberin der Mema. Geschäftsführer der Mema Handels GmbH soll der bisherige Meyer & Beck-Geschäftsführer Heinz Mohr werden. Unter dem Namen Meyer & Beck werden die einzelnen Supermärkte künftig wohl nicht mehr firmieren: Nach Angaben von Axel Gropp gibt es Überlegungen, den Zusatz Beck ganz zu streichen und die Filialen als "Mema", also Meyer-Märkte, weiter zu führen.

Meyer & Beck war 1985 in Berlin entstanden. Damals hatte sich die 1888 gegründete Berliner Traditionsfirma Beck mit dem Unternehmen Meyer ("Keine Feier ohne Meyer") zusammengetan.

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