Modekette Mey & Edlich schließt Filiale am Kudamm

Ende eines Traditionsgeschäftes am Kurfürstendamm 217: Im Oktober wird die Filiale des insolventen Edel-Ausstatters Mey & Edlich geschlossen. Die zehn Mitarbeiter in Berlin haben nur noch bis Ende Oktober befristete Verträge. "Voraussichtlich bis zum 23. Oktober", sagt Filialleiter Volker Setzchen, laufe der Räumungsverkauf.

Bereits im Februar hatte das Konfektionshaus mit Firmensitz in München beim Amtsgericht der bayerischen Hauptstadt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum Insolvenzverwalter für die bundesweit neun Filialen der Modekette mit insgesamt 220 Mitarbeitern wurde Michael Jaffé bestellt. Jaffé wacht in gleicher Funktion unter anderem auch über die Abwicklung des Kirch-Konzerns.

"Die große Traurigkeit haben wir bereits überwunden", sagt Filialleiter Setzchen. Einige Verkäuferinnen hätten auch bereits neue Jobs gefunden. Nun werde man noch den Insolvenzverkauf mit Marken von Armani bis Windsor über die Bühne bringen. "Top-Aktuelles findet der Kunde bei uns nicht mehr, dafür aber Reduzierungen bis zu 70 Prozent", sagt der Chef, der sich auch gebührend von den Stammkunden verabschieden will. "Viele kommen mit kleinen Abschiedsgeschenken oder Kuchen, wir sind gerührt", erzählt Setzchen, der das Geschäft am Kurfürstendamm seit 18 Jahren führt.

ij