Die Schwimmhalle an der Rudolf-Seiffert-Straße 3 hat endgültig ausgedient. Vor den Bezirksverordneten gestand Sportstadtrat Michael Räßler (für PDS) jetzt das Scheitern der Bemühungen ein, einen geeigneten Betreiber für die seit zwei Jahren geschlossene Anlage zu finden. Die Sportarbeitsgemeinschaft des Bezirkes habe ihr Angebot zurückgezogen, weil Zuschüsse für das Schulschwimmen nicht in Anspruch genommen werden können, so Räßler. Der Senat sei derzeit nicht bereit, diese gesetzlich garantierten Zuschüsse auch privaten Betreibern zuzugestehen.

Laut PDS-Fraktion hätte der nicht bewilligte Betrag pro Jahr etwa drei Euro pro Schwimmer ausgemacht. Die interessierten Vereine der Arbeitsgemeinschaft hatten zusammen mit der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft ein Nutzungskonzept erarbeitet und auf Sponsoren gebaut. Räßler: "Es stellte sich aber heraus, dass auch der Sanierungsbedarf von 2,1 Millionen Euro nicht zu schultern ist."

Der DDR-Bau war von den Bäderbetrieben Mitte 2002 dem Liegenschaftsfonds übertragen worden. Es liege nun ein Vermarktungskonzept für den Standort vor, das aber keine Schwimmhallennutzung mehr vorsehe, hieß es. Auch ein Abriss wird nicht ausgeschlossen.

rg