Tränen im Zoo: Gorilla-Mann Knorke ist tot

Knorke ist tot. Der stadtbekannte Gorilla aus dem Zoo starb gestern Morgen an Altersschwäche. Das imposante Tier wurde fast 40 Jahre alt. "Er war schon sehr betagt, hat sich in den vergangenen Monaten wie ein alter Mann bewegt", sagte gestern Reimon Opitz, Chef des Menschenaffenhauses im Zoo, bedrückt. Ihn hatten die Pfleger gleich gerufen, als sie Knorke am frühen Morgen tot in seinem Gehege gefunden hatten. "Wir sind alle froh, dass es so schnell und ohne Quälerei ging", sagte Reimon Opitz, musste aber eingestehen: "Es sind Tränen bei uns geflossen." Am 24. August 1965 kam der damals zwei Jahre alte Wildfang Knorke aus Kamerun nach Berlin. In den ersten Jahren spazierte der junge Gorilla an einer Leine geführt durch den Zoo. Anfang der 70er-Jahre zeugte er mit Fatou seine Tochter Dufte. "Knorke war ein lieber Kerl", sagt Reimon Opitz. Dass er zweimal einen Pfleger biss, habe gute Gründe gehabt. Beim ersten Mal fiel ein gekochtes Ei (Knorkes Leibspeise) auf den Boden, der Pfleger griff danach, und Knorke fürchtete um die Leckerei. Opitz: "Und beim zweiten Mal habe ich mit einer seiner Damen geflirtet. Das ging natürlich nicht."

sheu