Bruno Hartlieb hatte Erfolg. Er darf am 9. März für eine Sonderaktion der Händler am Mariendorfer Damm den Marktplatz nutzen. Gestern warb er auch bei Bürgermeister Ekkehard Band (SPD) für seine Idee, den Platz am verkaufsoffenen Sonntag zu testen und später vielleicht an marktfreien Tagen für regelmäßige Aktivitäten zu nutzen. Band will die Pläne "wohlwollend begleiten", bat Hartlieb aber, sein Konzept mit den am Platz vertretenen Markthändlern abzustimmen. Denn auch diese hätten schon wegen einer weiteren Nutzung bei ihm vorgesprochen. "Das sollten wir im Interesse aller gemeinsam lösen", meinte Band, der gestern Mittag am Morgenpost-Stand zu Gast war. Wolfgang Uecker und Herbert Meier ließen sich die Gelegenheit zum Protest gegen die Ansiedlung von Hornbach und Aldi in ihrer jeweiligen Nachbarschaft nicht entgehen. Beim Bürgermeister hatten sie jedoch einen schweren Stand. Zwar versprach der, dass eventuelle Unstimmigkeiten im weiteren Verfahren geprüft würden. Bei allem Verständnis machte Band jedoch deutlich, dass er Gewerbeansiedlungen im Bezirk mitsamt den damit verbundenen Arbeitsplätzen ausdrücklich begrüße: "Ich will Hornbach und Aldi genauso wie Bauhaus und Ikea." So sei Bauhaus auf dem RAW-Gelände als Initialzündung zu sehen. Der Morgenpost-Stand ist noch heute von 10 und 16 Uhr vor Karstadt am Tempelhofer Damm zu finden.
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