Nun scheint festzustehen, dass es sich bei dem Käufer, der das historische Palais schon 2013 von der TLG-Immobilien GmbH übernahm, um den Axel-Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner handelt. Das geht aus Informationen des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hervor. Döpfner selbst und auch der Springer-Konzern äußerten sich am Dienstag nicht zu dem Kauf. Dabei handele es sich um ein Projekt „rein privater Natur“, teilte die Sprecherin des Springer-Konzerns, Edda Fels, auf Anfrage mit.
Die ältesten Flügel des Prinzessinnenpalais, das vor allem unter dem Namen Opernpalais bekannt ist, sind bereits 1730 erbaut worden. 1830 wurde das Gebäude von Karl Friedrich Schinkel umgebaut. Bewohnt wurde es von den Töchtern des Königs Friedrich Wilhelm III. – daher rührt der Name des Palais. Im Zweiten Weltkrieg wurde es fast vollständig zerstört und Anfang der 60er-Jahre wieder aufgebaut. Zuletzt beherbergte es bis Ende 2011 das Operncafé Berlin.
Mathias Döpfner ist als Freund klassizistischer Architektur bekannt. Ihm gehört unter anderem die 1843 erbaute Villa Schöningen in Potsdam, außerdem investiert er in die Renovierung der Villa Schlieffen in Potsdam. Auch das Prinzessinnenpalais wird nun restauriert. Bis zum Jahr 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
pah

