„Wir setzen alles daran, dass das Bauprojekt bis 2017 realisiert werden kann“ teilte Vorstand Frank Nitzsche als Resümee der jüngsten Mitgliederversammlung von Ende Mai mit. Die Suche nach einem Generalunternehmer und einem Finanzierungspartner liege bislang „weitestgehend im Plan“. Sie solle im Verlauf des dritten Quartals abgeschlossen sein, damit dann weitergebaut werden könne. Das klingt angesichts des Baustopps seit dem vergangenen Herbst wie eine Durchhalteparole. Weiterbauen im Herbst hieße auch: ein Jahr Stillstand auf der Baustelle, wo allein die Sicherung der nur vier bislang erstellten Rohbauten von insgesamt 14 geplanten Wohnhäusern laut der Genossenschaft monatlich mehr als 45.000 Euro verschlingt.

Die jetzt für das dritte Quartal in vage Aussicht gestellte Klärung der dringend erforderlichen Fremdfinanzierung wurde noch im März auf Nachfrage der Berliner Morgenpost für das zweite Quartal prognostiziert. Damals war sogar von einem möglichen Abschluss der Verhandlungen im Mai die Rede. Im Mai wurde aber erst eine Finanzierungsausschreibung erstellt und zur Abgabe eines Angebots an mehrere Kreditgeber versandt. Erste positive Rückmeldungen lägen bereits vor, teilt der Vorstand mit und spricht noch immer von einem „einmaligen Leuchtturmprojekt an exponierter Lage“.

Darüber hinaus habe die Mitgliederversammlung dem Verkauf von zwei für eine gewerbliche Nutzung vorgesehenen Grundstücksteilflächen zugestimmt. Auf den Grundstücken plante die Genossenschaft die Errichtung und Vermietung eines Hotels mit Inklusionskonzept sowie einer gastronomische Einrichtung. Die Planungen sollen nun „in die Hände Dritter gelegt werden“. Der Jahresabschluss der Genossenschaft zum 31. Dezember 2014 weist unterdessen einen Fehlbetrag von 1.914.000 Euro auf.