Mit dem Berlin Marathon und dem Internationalen Stadionfest (Istaf) finden jährlich Sportereignisse mit internationaler Bekanntheit statt. Aber die Berliner sind nicht nur sportinteressiert, sondern auch aktiv. Mit etwa 170 Bundesligisten in fast allen Sportarten ist die Dichte an Spitzensport nirgendwo größer.

Der Sport stellt damit auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Stadt dar. Nach dem Sportwirtschaftsbericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) und des Landessportbundes (LSB) werden in diesem Bereich in der Stadt jährlich rund eine Milliarde Euro umgesetzt. Nicht eingerechnet ist darin das Geld, das Auswärtsmannschaften und deren Fans beim Besuch der Wettkämpfe und Spiele in Berlin ausgeben. Dem Bericht zufolge begleiten jährlich rund 950.000 auswärtige Besucher die Bundesligisten in die Hauptstadt. Berlin erzielt dadurch Steuereinnahmen in Höhe von 40 Millionen Euro. Knapp 20.000 Menschen arbeiten in der Berliner Sportwirtschaft.

Nach den Analysen der IHK besteht für die Sportwirtschaft ein erhebliches Wachstumspotenzial in der Stadt. „Die Entwicklungsaussichten der Berliner Sportwirtschaft sind trotz günstiger Rahmenbedingungen kein Selbstläufer, da auch andere Städte die Entwicklungspotenziale von Sport und Sportwirtschaft und deren Bedeutung für den Tourismus erkannt haben“, heißt es in dem Bericht allerdings einschränkend. Deshalb sollte Sport als eigenes bedeutendes Wirtschaftscluster erkannt und gefördert werden. In den vergangenen Jahren verzeichneten die Branchen der Sportwirtschaft zweistellige Umsatzzuwächse.

-ker