Nahverkehr

Warten auf die U-Bahn-Fahrstühle: Spandauer sind sauer

Nutzer der U-Bahn in Spandau müssen vorerst weiter auf Aufzüge warten.

Laut dem Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) verfügt im Bezirk nur der U7-Endbahnhof Rathaus Spandau über vor allem für Fahrgäste, deren Mobilität eingeschränkt ist, wichtige Fahrstühle. Den zugesagten Einbau von Aufzügen in mehreren weiteren U-Bahn-Stationen haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeitlich nochmals nach hinten verschoben. „Viele Fahrgäste sind stinksauer darüber“ sagte Buchholz der Berliner Morgenpost. Es habe klare Zusagen gegeben, die nun nicht eingehalten werden.

So sollte etwa der U-Bahnhof Haselhorst 2012 einen Aufzug erhalten. Beim U-Bahnhof Siemensdamm war ein Aufzug für 2013 versprochen worden, jetzt sei erst von Anfang 2017 die Rede. Beim U-Bahnhof Zitadelle werde von der BVG ein Einbau gar erst für das zweite Halbjahr avisiert. „Alle diese Angaben dürfen aber ernsthaft angezweifelt werden, denn obwohl in den nächsten zwei Monaten mit den Bauarbeiten im U-Bahnhof Haselhorst begonnen werden soll, gibt es dafür noch nicht einmal eine Baugenehmigung“, so Buchholz.

Bei der BVG reagierte man zurückhaltend auf die Beschwerde. Die Entscheidung, wann und in welchem Bahnhof ein Aufzug eingebaut werde, treffe das Unternehmen nicht allein, so BVG-Sprecherin Petra Reetz. Es gebe beim Senat eine Arbeitsgruppe „Bauen und Verkehr barrierefrei“, in dem auch mehrere Behindertenverbände vertreten seien.

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