Teststrecke Sie sollte das modernste Nahverkehrssystem der Welt werden, eine Art Minitransrapid für die Stadt: die Magnetschwebebahn, analog zu U- und S-Bahn kurz M-Bahn genannt. 1980 wurde der Bau einer 1,6 Kilometer langen Teststrecke zwischen Gleisdreieck und Potsdamer Platz beschlossen, 1984 wurden die Wagen in die Spur gesetzt, zur 750-Jahr-Feier Berlins sollte die M-Bahn Passagiere befördern.

Unfall Doch dann dauerte alles etwas länger und einiges ging schief. Im Dezember 1988 zum Beispiel versagten bei einer unbemannten Testfahrt die Bremsen, die Bahn krachte durch die Glaswand ihres Bahnhofs, hing tagelang in der Luft und bot ein Bild für die Spötter. Erst im Sommer 1991 hatte sie ihre Zulassung und fuhr endlich Bares ein. Doch bereits zwei Wochen später sollte sie demontiert werden.

Geschichte In der Zwischenzeit war nämlich etwas geschehen, womit beim Richtfest niemand gerechnet hatte: Die Mauer war gefallen, und es sollte zusammenwachsen, was zusammengehört, unter anderem auch die Strecke der U2, welche die Mauer unterbrochen hatte und auf deren Gleisen nun zum Teil die M-Bahn verkehrte. Die zukunftsweisende Bahn wurde also regelrecht von der Geschichte überrollt.